Wie wir nach grossen Fehlern oder Misserfolgen ein erfolgreiches Leben führen können.

von | Nov. 27, 2017 | Glaubens Impulse, Persönliches wachstum

Der heutige Artikel ist etwas anders.
Es steht nicht in direkter Beziehung zu Familie …. Das Thema hat jedoch durchaus mit Familie, Erziehung, Ehe und persönlichem Wachstum zu tun. Einfach weil eine friedvolle, glückliche und gesunde Familie weniger mit dem zu tun hat, was wir tun, als mit dem was wir sind. Unsere Art und Weise, mit Lebenssituationen umzugehen, wird einen grossen Unterschied in der Familienatmosphäre machen, in unserer Fähigkeit, unsere Kinder zu erreichen wie auch in unserer Ehe.

Fehlern

Ich sehe unsere Familie als Frucht dessen, wer wir sind und was wir im Bereich von Versagen, Fehlern und unseren Schwächen erfahren und verstanden haben.

Die meisten Menschen, die wirklich erfolgreich im Leben sind, Menschen, die echt, glücklich und dankbar sind, haben ihre Geschichten zu erzählen. Geschichten von Versagen, Geschichten von grossen Fehlern, von unklugen Entscheidungen und von sündhaften Handlungen. Wenn man ihnen aber begegnet, kann man nichts mehr davon in ihren Leben sehen. Diese Menschen haben nicht mal mehr einen Hauch von Traurigkeit, Bitterkeit, Schmerz oder Scham, der ihr Leben bestimmt. Stattdessen umgibt sie eine Ausstrahlung von Herrlichkeit und Pracht.
Wenn man mit diesen Menschen über ihr Leben spricht, haben sie eines gemeinsam:
Sie alle haben einen Gott erfahren, der vergibt, einen Gott, der wiederherstellt, einen Gott, der Situationen umkehrt, in die sie sich selber hineinbrachten und in denen sie gefangen sind. Bei diesen Menschen sieht man, dass Gott offensichtlich etwas Schönes daraus gemacht hat.

Ich habe meine eigenen Geschichten zu erzählen.
Ich könnte Ihnen über all die schmerzlichen Situationen erzählen, in die ich mich selbst gebracht habe, all die Fehler, die ich gemacht habe, von den Menschen, die ich verletzt habe, die unklugen Entscheidungen, die ich getroffen habe – ich denke, fast jeder hat diese Dinge in seinem Leben.
Die erstaunliche Tatsache dieser Realität ist: Gott hat keine Angst vor unserer Menschheit. Er weiss, woraus wir gemacht sind. Er kennt die tiefen Abgründe unserer Seele. Er ist mehr als bereit, uns zu retten, wo auch immer wir Ihn rufen.

Wir können dies oft in der Bibel sehen.
Eine dieser Geschichten ist die von König David.
In dieser Geschichte sah er eine schöne Frau vom Dach seines Palastes aus.
Er war der König; deshalb liess er sie zu sich kommen und vergewaltigte sie. Als sie schwanger wurde, wollte er seine Tat vertuschen und schickte schliesslich ihren Mann an die vorderste Front, dort wo der Kampf am intensivsten war. Der Ehemann dieser Frau – sie hiess Bathseba – wurde somit getötet.

Das Baby, das Bathseba geboren hatte, wurde bald sehr krank und starb, genau wie der Prophet Nathan David vorausgesagt hatte, als er kam, um ihn zu besuchen und ihm sagte, dass Gott gesehen hätte, was er tat.
David bereute es von ganzem Herzen. Das Baby starb aber trotzdem.
Doch jetzt kommt der erstaunliche Teil der Geschichte:

Fehlern
Fehlern

Wir können dasselbe in der Geschichte von Petrus beobachten, als er Jesus verleugnete.
Petrus war es, der Jesus sagte, dass er in allem bei ihm bleiben würde, dass er ihn niemals im Stich lassen würde:
»Und wenn alle sich von dir abwenden – ich niemals!« Mat. 26.33
Ein paar Verse danach wiederholt er sich:

Fehlern

Da erklärte Petrus: »Und wenn ich mit dir sterben müsste – ich werde dich niemals verleugnen!« Mat 26.35

Wir wissen aus der Bibel, dass er noch im selben Kapitel leugnete, Jesus überhaupt zu kennen – und er tat dies dreimal, kurz nachdem Jesus gefangen genommen wurde. Das dritte Mal leugnete er sogar mit einem Schwur (das griechische Wort katanathematizõ bedeutet: sich mit einem Bannfluch belegen, (sich) arg, heftig oder leidenschaftlich verfluchen. Übersetzung nach Famous Word)
„Ich kenne den Menschen nicht“!! Mat 26.72

Wir wissen, dass Petrus später ein Apostel wurde, ein Diener Gottes, dem wir nacheifern können. Er ist der Verfasser von zwei Büchern des Neuen Testaments.

Es gibt noch viele andere Geschichten in der Bibel von Männern und Frauen, bei denen wir dies sehen können:

Männer und Frauen, die versagten, die grosse Fehler machten , anderen Menschen schadeten und schmerzhafte Situationen erlebten, in die sie sich selbst hinein gebracht hatten.

Aber ich bin mir sicher, dass, wenn wir mit diesen Männern und Frauen zusammensitzen würden und über ihr Leben sprechen könnten, sie die Liebe Gottes und seine Barmherzigkeit ausstrahlen würden und dass sie uns von der Zukunft erzählen würden, die sie wegen diesem wunderbaren Gott hatten.

Dann sehen wir eine andere Geschichte, von einem Mann, der sündigte, doch meiner Meinung nach war das, was er tat, nicht so schrecklich wie das, was David getan hatte (die Vergewaltigung einer Frau und dann die Ermordung ihres Ehemannes, nur um zu verbergen, was er getan hatte) und auch nicht Petrus. Nur wenig zuvor hatte dieser Jesus versprochen, ihn nie zu verlassen und sich niemals von ihm abzuwenden – bis in den Tod. Nur wenige Stunden später hatte er ihn schon drei Mal verleugnet.

Judas.
In Matthew 26:47-50 we read:
As He was still speaking, Judas, one of the Twelve [apostles], came up, and with him a great crowd with swords and clubs, from the chief priests and elders of the people. Now the betrayer had given them a sign, saying, The One I shall kiss is the Man; seize Him.
 And he came up to Jesus at once and said, Hail (greetings, good health to You, long life to You), Master! And he embraced Him and kissed Him with pretended warmth and devotion.
Jesus said to him, Friend, for what are you here? Then they came up and laid hands on Jesus and arrested Him.

successful

Dieser andere Mann ist Judas.
In Matthäus 26,47-50 lesen wir:
Noch während Jesus redete, kam Judas, einer der Zwölf, mit einer grossen Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren. Sie waren von den führenden Priestern und den Ältesten des ´jüdischen‘ Volkes geschickt worden. Der Verräter hatte mit seinen Begleitern ein Zeichen vereinbart: »Der, den ich mit einem Kuss begrüssen werde, der ist es. Den müsst ihr festnehmen.« Judas ging sofort auf Jesus zu. »Sei gegrüsst, Rabbi!«, sagte er und gab ihm einen Kuss. Jesus sagte zu ihm: »Mein Freund, tu, wozu du gekommen bist!« Und schon traten die Männer heran, packten Jesus und nahmen ihn fest.

Nun, Judas hatte Jesus niemals etwas versprochen. Er hatte ihm nie versprochen, dass er in allem bei ihm bleiben würde. Was er tat, war falsch, sicherlich. Aber lasst uns sehen, wie die Geschichte von Judas endete:

Als Judas, der Verräter, sah, dass Jesus zum Tode verurteilt werden sollte, tat es ihm leid, was er getan hatte. Er brachte den obersten Priestern und den führenden Männern des Volkes die 30 Silbermünzen zurück. »Ich habe Unrecht getan und einen Unschuldigen verraten!«, bekannte er. »Was geht uns das an?«, gaben sie ihm zur Antwort. »Das ist deine Sache!«
Da nahm Judas das Geld und warf es in den Tempel. Dann lief er fort und erhängte sich. Mat. 27.3-5

Sein Leben war vorbei. Er erhängte sich.

Wie oft erhängen wir uns nach grossen Fehlern? Wie oft „beenden“ wir unser Leben – die meisten von uns nicht durch Selbstmord, sondern indem wir ein Leben in Scham und Schmerz leben, uns jeden Tag daran erinnern, was wir getan haben, unfähig in etwas Neues, Schönes hinein zu treten, weil das Gefühl, nichts Besseres verdient zu haben, unser ganzes Leben bestimmt?

Was ist der Unterschied zwischen Judas – und Petrus und David?

Warum endete das Leben von Judas mit Selbstmord, während Petrus und David eine erfolgreiche Zukunft hatten?
Wie wir gesehen haben, ist es nicht das Ausmass der Sünde, das bestimmt, wie es mit unserem Leben weitergeht.
Als ich die Geschichten studierte, wurde mir klar, dass Judas es verpasste, etwas zu machen, was die anderen taten: Busse. Er kehrte nicht um. Es tat ihm leid, ja. Aber er tat sich selber am meisten Leid. „Ich armer! Was habe Ich getan?!“. Er tat keine Busse. Busse ist, denn du deine Fehler gestehst, um Vergebung bittest und umkehrst.

Die Haltung von Petrus und David war ganz anders als die von Judas.
Sie erkannten, dass sie andere verletzt hatten. Sie erkannten, dass sie das Herz Gottes betrübt hatten. Sie erkannten, dass das, was sie taten, falsch war. Aber dann tat es ihnen nicht nur leid, sie taten Busse von ganzem Herzen.
Und Gott sah das. Er stellte sie wieder her. Er bot ihnen eine Zukunft voller Hoffnung.

Denn ich weiss, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Jeremia 29.11

Das ist unser Gott.

Egal, woher Sie kommen. Egal, was Sie getan haben. Egal, welche Konsequenzen Sie heute von den vergangenen Fehlern erleben. Was auch immer Sie falsch gemacht haben. Gott ist mehr als willig -und fähig, ihr Leben und ihre Situation umzudrehen.
Das gilt für ihr persönliches Leben. Das gilt für Ihre Familie. Das gilt für ihre Ehe.
Jedes Mal, wenn Gott ein Herz sieht, das wirklich Busse tut, ist er mehr als bereit, wiederherzustellen, zu heilen, Hoffnung zu geben und eine Zukunft zu geben. Er tat das in so vielen Bereichen meines Lebens. Er wird das auch mit ihrem Leben tun.

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