Als ich vor ein paar Wochen einen mehrteiligen Artikel zum Thema:” Sexualität – sollen wir mit unseren Kindern darüber reden?” schrieb, war mir sehr wohl bewusst, dass dies ein herausforderndes Thema für viele Familien ist.

Trotz dem Medienschwall an explizitem Material fällt es vielen von uns schwer, uns mit diesem Thema auseinander zu setzen. Viele kennen dieses Unbehagen, ja dieser Scham und das unbeholfen Sein, wenn es darum geht mit unseren Kindern darüber zu reden und eine Familienkultur zu kreieren, in der solche Themen angesprochen werden können.

Basierend auf diese Artikel haben sich nun Jeannine und Stefan mit ihren Kindern dieses Thema aufgegriffen und thematisiert. Die Art und Weise, wie sie mit ihren Kindern über Sexualität geredet haben, finde ich sehr kreativ und inspirierend. So habe ich sie gebeten, ihre Erfahrung und die Resultate, die sie erzielt haben in einem Artikel mit uns zu teilen. Hier also ihr Beitrag:

Wie eine Familie die Idee umsetzte, mit ihren Kindern über Sexualität zu sprechen.

von | Jul 1, 2019 | Erziehung, Familienleben | 0 Kommentare

” Puh…. voll krass!! Papi, das war…….

…der krasseste KiGo den wir je hatten!”

Das war die Aussage unserer 10-jährigen Tochter, nach unserem letzten Familien-Gottesdienst. Wir hatten das Thema „Sexualität“.

sexualität

Wir haben es eingeführt immer wieder einmal einen „Gottesdienst“ als Familie zu Hause zu feiern. Da hat jeder seinen Teil beizutragen, was alles sehr lebendig macht und wir gezielt aktuelle Alltagsthemen anschauen können.

Praktisch kann dies so aussehen: Einer sucht sich 2 Lieder aus (kann auch Bewegungen dazu rausfinden), der Andere hat eine Bastelidee, Mama bereitet das Abendmahl vor und Papa macht den Input.
Etwas das sie sehr gerne machen sind Rollenspiele, z.B. zu der passenden Bibelgeschichte.

Inspiriert durch Jeanne‘s Blog „Sexualität – sollen wir mit unseren Kindern darüber reden“, packten wir die Gelegenheit dieses Thema anzuschauen.

Ich als Mutter von zwei Jungs (7+8jährig) und einer Tochter (10jährig) war immer besorgt, wie ich meine Kinder von sexuellen Übergriffen schützen kann. Es schockierte mich, dass dieses Thema nirgends halt macht – auch in den besten „christlichen Gemeinden“ nicht. Das verunsicherte mich oft und löste eine Art „Gluckern-Instinkt“ aus, was für mich einen enormen seelischen Stress bedeutete.

Die im Blog empfohlene Vorgehensweise, die Kids aufzuklären, ergab für uns Sinn.

Wir nahmen dazu eine Kuchenbackform in der Form eines Herzens und zwei Lego Friends Figuren, Mann und Frau (Adam und Eva).

 Schön geschützt in dieser Kuchenform (Ehebund) wurden Adam‘s Augen immer grösser und grösser als ihm Gott die schöne, handgemachte und kunstvoll gebildete Eva vorführte.

Wie durch eine unsichtbare Magnetkraft knallten die beiden zusammen. (warten auf den richtigen Partner lohnt sich) und dann passierte es!! – schallendes Gelächter, gerötete Gesichter – die Kinder brachten ihre eigenen Ausdrücke ein – „Sexy machen“ – „es wird hart“ – „Baby machen – und so waren wir schon voll im Thema, und konnten den Kindern anhand der Bibel zeigen, dass die Sexualität eine Erfindung Gottes ist und etwas schönes ist und nicht nur zum Baby machen da ist.

Was unsere Tochter fast nicht glauben konnte:

„was… ihr macht das immer noch? Wann dann?” 🙂

Anhand dieser Kuchenform konnten wir auch bildlich illustrieren, wo Gott die Sexualität gedacht hat. So zeigten wir ihnen ganz klar auf, dass alles was ausserhalb dieser Form stattfindet, z.B. Partnerwechsel – Sex vor der Ehe – Homosexualität – Übergriffe, etc. – nicht Gottes Idee war, sprich Sünde ist.

Vom Bibelwort in 1. Mose 2.25 aus

„Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht “

Konnten wir auch gut darüber sprechen, wer alles das Recht hat uns nackt zu sehen. So konnten wir auch noch gezielter über die sexuellen Übergriffe reden und sie stärken im Grenzen ziehen und nein sagen, was uns sehr wichtig war, da unsere Kinder eher schüchtern sind. …

Wir waren dann aber auch froh als wir zum Teil des Abendmahls kamen…:-)

Es war herausfordernd aber sehr gut, dass wir dies thematisieren konnten.

Wir merkten auch, dass unser Kleinster (7. J) nicht zu klein ist dafür, im Gegenteil, es erschien uns gerade am einfachsten mit ihm, weil alles noch so normal und ohne Scham besprochen werden konnte.

Natürlich sorgte dieses Thema noch längere Zeit für Gesprächsstoff an unserem Familientisch.

Was uns noch wichtig war, dass wir dieses Thema vor allem in unseren vier Wände besprechen können. Es war das erste Mal, aber nicht das letzte Mal, wir werden unsere Kinder sicher weiter darüber lehren, gerade weil dieses Thema in den Medien, in der Schule mit dem Gender und mit dem ganzen Wertezerfall in unserer Gesellschaft ein riesen grosses Thema ist und Gottes Wort in allem drin verdreht oder gar nicht mehr beachtet wird.

Danke Jeanne für deinen Blog!

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