Warum an Weihnachten Dankbarkeit in mir hochsteigt

von | Dez 22, 2018 | Glaubens Impulse, Persönliches wachstum | 0 Kommentare

Mein Haus ist mit Lichterketten, Weihnachtsdekoration und Kerzen dekoriert. Die Geschenke sind fertig, die Kekse sind gebacken, das Weihnachtsessen ist geplant, die Familienfeiern sind organisiert. Unser Haus ist voller Erwartungen und unsere Kinder sind voll von diesem prickelnden Gefühl für die nächsten Tage.

Ich liebe die Weihnachtszeit.

Und heute liebe ich unser Familienfest, wo meine Eltern, Geschwister und alle Neffen und Nichten wieder vereint sind.

Das war nicht immer so. 

Ich erinnere mich an eine Weihnachtsfeier, als ich eine junge Erwachsene war. Ich hatte schon seit einigen Jahren ausserhalb von zu Hause gelebt und durchlief eine herausfordernde Zeit, in der ich versuchte, meinem Leben einen Sinn zu geben.

Meine Eltern verkündeten uns Kindern in einem feierlichen Moment um den Weihnachtsbaum herum:

“Meine Kinder, eure Mutter und ich sind so stolz auf euch, darauf, wer ihr geworden seid.”

Ich unterbrach seine Rede und schob ein:

“Glaub ja nicht, dass dies euch Eltern zu verdanken wäre!”

Offensichtlich hatte ich den ganzen feierlichen Moment gebrochen…. Meine Eltern waren sprachlos und meine Geschwister hassten mich für meine Antwort.

Was hat sich seitdem geändert?

Ich.

Damals fühlte ich mich wie ein Gefäss, das in viele Stücke gebrochen war. Ich bemühte mich sehr, meine Teile zusammenzubekommen, und kämpfte darum, zumindest so zu tun, als wäre ich okay, als wäre ich liebenswert. Ich fand mich unwürdig, sehnte mich verzweifelt danach, für das gesehen zu werden, was ich wirklich bin, und hatte dennoch zu viel Angst, überhaupt wissen zu wollen, wer ich wirklich bin. Ich fürchtete, dass diejenige, die ich war, nicht gut genug sein würde. Ich wollte Gott folgen, aber meine Gefühlswelt war so durcheinander, dass ich hart darum kämpfte, Seine Liebe zu erfahren. 

Heute? Ich bin weitgehend wiederhergestellt. Natürlich gibt es immer noch einige Risse, die darauf warten, behoben zu werden, aber der Scherbenhaufen ist längst weg und einer wunderbaren Schönheit in meinem Leben gewichen. 

Ich möchte Ihnen eine Geschichte erzählen:

Es gab einmal, Ende des 15. Jahrhunderts, einen japanischen kaiserlichen General, der eine Chinesische Teeschale hatte, die ihm sehr gefiel. Eines Tages zerbrach diese Teeschale. Er schickte die Schale zurück nach China, um sie reparieren zu lassen. Sie kam zurück, repariert mit unschönen Metallklammern. Unzufrieden bat er Künstler, eine Alternative zu finden – und das taten sie. Sie benutzten Goldstaub, um die zerbrochene Keramik zu reparieren. Das Ergebnis war ein Kunstwerk. Die Teeschale wurde zu einem Meisterwerk. Einzigartig, mit einem königlichen Aussehen, wunderschön..
Heute ist diese Art von Keramik als “Kintsugi” bekannt.

Was mich betrifft, kann ich sagen, dass Gott sein eigenes Kintsugi-Kunstwerk aus meinem Leben gemacht hat.

 Es gibt einen Abschnitt in der Bibel, im Buch Jesaja, Kapitel 61 verse 1-4, der auf eine auf eine atemberaubende Art und Weise beschreibt, was in meinem Leben geschehen ist:

Der Geist des HERRN, des Herrschers, ist auf mir (hier ist Jesus Christus gemeint),

weil der HERR mich gesalbt hat,

den Armen frohe Botschaft zu verkünden;

er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind,

den Gefangenen Befreiung zu verkünden

und Öffnung des Kerkers den Gebundenen,

um zu verkündigen das angenehme Jahr des HERRN

und den Tag der Rache unseres Gottes,

und um zu trösten alle Trauernden,

um den Trauernden von Zion zu verleihen,

dass ihnen Kopfschmuck statt Asche gegeben werde,

Freudenöl statt Trauer und Feierkleider statt eines betrübten Geistes,

dass sie genannt werden »Bäume der Gerechtigkeit«,

eine »Pflanzung des HERRN« zu seinem Ruhm.

Und sie werden die uralten Trümmer aufbauen

und wieder aufrichten, was vor Zeiten zerstört worden ist;

 

sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht in Trümmern lagen.

Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass dies genau das ist, was Gott in meinem Leben getan hat. Es hat Mut und Offenheit von meiner Seite erfordert. Mut, sich meinen Verletzungen zu stellen und eine Offenheit, die Gegenwart Gottes zu suchen und mein Leben an das anzupassen, was er mir sagt, und mich verändern zu lassen. Ich musste auch bereit sein, die Asche der Vergangenheit loszulassen, um das neue Leben zu empfangen. 

Aber die Belohnung hat bei weitem alles übertroffen, wovon ich jemals zu träumen gewagt hätte.

Freude statt Trauer.

Lobpreis statt Depressionen.

Respekt statt Scham.

Hoffnung statt Verzweiflung.

Vergebung statt Anklage.

Gerechtigkeit (das Wissen, in Ordnung zu sein) statt Schuldgefühle. 

Schönheit statt Asche.

Deshalb bin ich an Weihnachten dankbar. Es ist die Feier jenes Tages, an dem Jesus Christus auf diese Erde kam, um genau das zu tun, was die oben genannte Bibelstelle beschreibt.

Sind Sie offen dafür, dass sich Ihr Leben ändert? Haben Sie das Wirken Gottes bereits in Ihrem Leben erlebt? Teilen Sie uns dies doch unter den Kommentaren mit.

Weihnachten ist eine Zeit zum Nachdenken. Für mich ist es eine Zeit, über mein Leben nachzudenken und darüber, was Gott daraus gemacht hat. Schönheit statt Asche.

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