3 Schritte wie du dazu beitragen kannst, dass deine Frau sich mehr mit dir verbunden fühlt

von | Jan. 16, 2020 | Ehe, Persönliches wachstum | 1 Kommentar

 

Hallo du Ehemann, warst du schon mal in der Situation, wo du wusstest, dass deine Frau irgendwie distanziert und zurückhaltend dir gegenüber ist, aber du weißt nicht genau, warum? Und noch schlimmer, du weißt nicht, was du dagegen tun sollst.

Sie mag zwar einfach nur wütend auf dich sein (schon mal die Situation gehabt, in der du nicht einmal wusstest, warum…?), aber wenn es nicht nur für einen Tag ist, sondern schon seit ein paar Wochen so läuft – oder noch länger, dann könnte die Wurzel woanders liegen. Vielleicht hat sie nicht einmal ein Problem mit dir, vielleicht fehlt ihr nur das, was ihr in ihrer Beziehung zu dir am wichtigsten ist: Sie fühlt sich nicht mehr mit dir verbunden.

In meiner Beziehung zu Jeanne bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das Gefühl, emotional verbunden zu sein, das ist, was Frauen am meisten brauchen, um eine lebendige, blühende Beziehung zu ihren Männern aufrecht zu erhalten.

Natürlich wollen auch wir Jungs mit unseren Frauen verbunden sein, aber für uns ist das keine so große Sache und andere Wege führen zu dem Grad der Verbindung, der uns als ausreichend erscheint.

Oft genug saß ich nahe bei Jeanne und hatte ein gutes Gespräch über das, was um uns herum passiert, nur um dann festzustellen, dass sie sich danach überhaupt nicht mit mir verbunden fühlte, obwohl ich dachte, dass wir doch gerade eine sehr tiefe Unterhaltung hatten.

Ich brauchte Jahre, um zu lernen, was genau ihr noch fehlte, nachdem wir zusammen jene Momente erlebt hatten, die ich als „Frauen“-Momente betrachtet hatte. Denn für mich als Mann reicht noch weniger, um mich mit meiner Frau verbunden zu fühlen. Eine liebevolle Umarmung, ein schöner Kuss oder toller Sex und ich bin da total erfüllt, um weiter zu gehen.

Aber das reicht ihr nicht, und, dazu ist es immer wieder wichtig, daran zu denken, dass eine Ehebeziehung am besten funktioniert, wenn wir uns auf die Bedürfnisse des anderen statt auf unsere eigenen konzentrieren, so wie ich es in diesem Artikel geschrieben habe. Ich habe ein paar Jahre gebraucht, um die folgende Lektion zu lernen, und ich bin auch heute noch im Lernprozess. Und doch ist mit der Zeit dieser Drei-Schritte-Plan herangewachsen, wie ich dazu beitragen kann, dass sie sich mehr mit mir verbunden fühlt: 

1. Hör ihr zu, wenn sie erzählt

Damit fängt alles an. Meine Frau – und ich bin überzeugt, Frauen im Allgemeinen, reden nicht nur gerne, sie haben es nötig. Sie brauchen es, um zu verarbeiten, was in ihnen vorgeht. Mit einer Frau zu reden und ihr zuzuhören ist wie eine Kurbel an einer Kiste zu drehen, während drinnen die Dinge sortiert und ausgerichtet werden, während man am drehen ist.

Aber einfach nur zuhören, während man ab und zu ein kurzes „Ja“ oder „mhm“ murmelt, wird hier nicht genügen. Es ist wichtig, dass wir aktiv zuhören.

Es ist wichtig, dass wir uns auf das konzentrieren, was sie uns sagt.
Es ist wichtig, ständig darüber nachzudenken, was wir als Nächstes fragen könnten.
Es ist wichtig, dass wir ständig bereit sind, das, was sie uns gerade gesagt hat, zusammenzufassen.
Wenn wir das wiederholen, was sie gerade gesagt hat, wird ihr dies ungemein helfen, sich geliebt und verstanden zu fühlen und neue Offenbarungen und Lösungen zu diesem Thema zu erhalten. Klingt das schwierig? Bleib dran. Es wird noch schwieriger.

Übrigens solltest du ihr die Lösung eines Problems, von dem sie dir erzählt, nur dann geben, wenn sie dich um Rat fragt, auch dann – oder erst recht dann, wenn es für dich eigentlich ganz einfach wäre. Deine Lösung ist nur kontraproduktiv, wenn du sie einfach ins Gespräch wirfst, ohne dass sie dich darum gebeten hat. Es geht hier nicht um die Lösung. Es geht darum, dass sie sich verstanden fühlt.

2. Frag sie, wie sie sich darin fühlt

Jetzt wird es emotional. Wenn du sie fragst, was das alles mit ihr macht, welche Gefühle das Thema, von dem sie erzählt hat, in ihr auslöst, dann kann sie hier ihre ganze Freude, ihre Ängste, ihre Sorgen, ihre Unruhe offenbaren. Hier wird es intim, denn sie wird erkennen, dass sie von dir erkannt wird. 

Das erfordert Vertrauen und du musst ihr vielleicht erst deine Vertrauenswürdigkeit beweisen, bevor sie sich öffnet, aber es wird zu einer Verbindung zueinander führen. Wäre das nicht ein großartiger Moment, für sie zu beten, damit sich ihre negativen Gefühle in Frieden und Freude verwandeln. Was für ein großartiger Weg, eine tiefere, intimere Beziehung zwischen euch beiden zu schaffen.

3. Sag ihr, was du fühlst, was in dir vorgeht

Uff, das hier ist für Profis. Es mag ja schon schwierig sein, sich nach dem harten Arbeitstag auf all ihre emotionalen Gespräche zu konzentrieren. Aber sich seinen eigenen Gefühlen zu öffnen – oder auch nur schon, zu versuchen, die eigenen Gefühle zu benennen – kann eine wirklich schwierige Sache sein. Dennoch möchte sich deine Frau nicht nur über ihre eigenen Gefühle öffnen. Sie möchte auch DICH noch mehr kennenlernen. Dies ist ein lebenslanger Prozess, der nie endet. Wir können uns immer mehr kennenlernen. Wir können auf eine immer noch intimere Art wissen, was im Herzen des anderen vorgeht. Das ist das Schöne an der Ehe. Ein tiefes Kennenlernen, während wir uns, so wie wir sind, lieben und das Beste für den anderen wollen.

Nun, ich als Mann lasse normalerweise Dinge, die mich beschäftigen, hinter mir und gehe in meinem Leben weiter. Es ist eine Stärke, die wir Männer oft haben, dass wir die Vergangenheit hinter uns lassen können und nicht mehr daran denken. Gleichzeitig kann es, wenn man mit seiner Frau noch einmal über diese unschöne Situation bei der Arbeit spricht, tatsächlich helfen, mehr inneren Frieden zu bekommen, wenn man eine Person hat, die einen in allem drin liebt und versteht, was man gerade durchmacht.

Ich bin noch daran zu lernen, diese Art der Beziehung anzuwenden. Besonders Schritt 3 ist wirklich schwer für mich. Aber wenn ich sehe, was das bei Jeanne bewirkt, wie sie anfängt, dieses besondere „Leuchten“ auf ihrem Gesicht zu haben, nachdem ich diese Zeiten mit ihr verbracht habe, wird mir klar, dass wir erst am Anfang der Entdeckung der Intimität in unserer Ehe stehen. Es gibt eine Menge zu lernen, aber jeder kleine Schritt, den wir gelernt haben, ist wie ein Samen, der in den Boden unserer Ehe gepflanzt wird. Er wird irgendwann aufgehen und eine schöne Frucht hervorbringen, die wir beide genießen können.

Die Chance besteht, dass du eigentlich eine Frau bist und du das hier liest. Vielleicht bist du sogar frustriert, dass dein Ehepartner noch nicht einmal annähernd so etwas getan oder den Wert davon verstanden hat. Nun, was kannst du dagegen tun. Deinem Mann diesen Blogbeitrag zeigen und ihm sagen, er solle dies bitte anwenden..?

Nun…., das ist wahrscheinlich nicht so einfach. Die Ehe funktioniert nur, wenn wir bereit sind, bei uns selbst anzufangen. Das bedeutet zwei Dinge:

  1. Beginne mit dir selbst, indem du lernst, dich mit Gnade, Mitgefühl, Geduld und Zuneigung zu behandeln.
    Erkenne und distanziere dich von diesem destruktiven Selbstgespräch von „Ich bin so dumm“, „Ich kann das nicht tun“ und „Ich werde nie irgendwo hinkommen“ und fange an, die Wahrheit Gottes über dein eigenes Leben zu sprechen.
  1. Was kannst du tun, damit sich dein Ehemann mehr geliebt fühlt? Was sind die Bedürfnisse von ihm? Was kannst du tun, um sie zu erfüllen?

Wenn wir unsere eigenen Schritte tun, um ein besserer Ehepartner zu werden, dann ist jeder Schritt ein Same, der in unserem eigenen Leben irgendwann Frucht bringen wird. Das ist unser Schicksal. Aber das ist auch unsere Chance.

1 Kommentar

  1. Heinz Etter

    Lieber Benny, mega spannend. Was für eine Chance!

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Pin It on Pinterest

Share This

Share This

Share this post with your friends!